Weltkindertag: dsj fordert mehr Raum für Bewegung

SJS-Sportjugend Saar, LSVS

Kinder ohne Macht – ihre Interessen zählen zu selten: Zum Weltkindertag fordert die Deutsche Sportjugend (dsj) bessere Bedingungen für Bewegung und Sport im Alltag von Kindern und Jugendlichen. Fehlende Sporthallen, geschlossene Schwimmbäder, unsichere Wege und wenig bewegungsfreundliche öffentliche Räume erschweren regelmäßige Bewegung.

Zum Weltkindertag fordert die Deutsche Sportjugend (dsj) deshalb, den Alltag konsequenter aus der Perspektive junger Menschen zu gestalten. Kinder brauchen sichere Wege, bewegungsfreundliche Schulen und Ganztagsangebote, zugängliche Grünflächen sowie nutzbare Sporthallen und Schwimmbäder. Bewegung darf kein Termin sein, der einmal pro Woche im Kalender steht. Sie muss selbstverständlicher Bestandteil des Alltags sein.

Laut WHO erreichen nur 32 Prozent der 6- bis 17-Jährigen mindestens 60 Minuten Bewegung täglich. Bei den 14- bis 17-Jährigen sind es sogar nur knapp 14 Prozent. Die dsj fordert deshalb, Kinder und Jugendliche stärker in Entscheidungen über Schulen, Verkehrswege, öffentliche Räume und Sportstätten einzubeziehen. Dass Kinder und Jugendliche Lust auf Bewegung, Sport und auch Leistung haben, zeigen die Vereinszahlen: Jedes zweite Kind und jeder zweite Jugendliche in Deutschland ist Mitglied in einem Sportverein.

Auch im Saarland zeigt sich, dass Kinder und Jugendliche großes Interesse am Vereinssport haben. Die aktuelle Bestandserhebung des Landessportverbandes für das Saarland (LSVS) für 2026 verzeichnet bei den Kindern im Alter von 0 bis 14 Jahren den größten Mitgliederzuwachs. Mit 81.673 Mitgliedschaften wurden 4,35 Prozent mehr Kinder in den Vereinen gemeldet als im Vorjahr (78.193).

LSVS-Vorstand Florian Hartmann: „Unsere aktuelle Bestandserhebung zeigt deutlich, dass Kinder und Jugendliche sich gerne im Vereinssport bewegen. Gleichzeitig müssen wir dafür sorgen, dass sie dafür auch die passenden Rahmenbedingungen vorfinden. Mit unserem Geschäftsbereich Kinder- und Jugendsport unterstützen wir die Vereine dabei, zielgruppenadäquate Bewegungsräume zu schaffen. In diesem Zusammenhang spielt auch die Prävention sexualisierter Gewalt eine wichtige Rolle.“

Dirk Mathis, Vorsitzender der Sportjugend Saar: „Die Sportjugend Saar als Interessenvertretung von rund 123.000 jungen Sportlerinnen uns Sportlern in über 1.900 Sportvereinen nimmt das Thema Ganztagsbetreuung an Schulen verstärkt in den Blick. Unser Ziel ist es, daran mitzuwirken, dass auch im schulischen Umfeld nachhaltig sinnvolle und sichere Bewegungsräume für Kinder und Jugendliche geschaffen werden.“

Mit dem Sportjugend-Euro fordert die dsj zudem einen Euro pro U27-Mitglied in Sportvereinen vom Bund. Ziel ist es, verlässliche Rahmenbedingungen für den Kinder- und Jugendsport zu schaffen und Bewegung zu einem selbstverständlichen Teil des Alltags zu machen.

Vollständige Pressemitteilung der dsj hier lesen