Jetzt beantragen: Fördermittel für grenzüberschreitende Projekte

Kompetenzzentrum Ehrenamt

215.000 Euro für grenzüberschreitende Projekte mit saarländischen Vereinen und Schulen können ab 7. September beantragt werden.

41 grenzüberschreitende Projekte in der Großregion erhalten eine Förderung durch die EU. Das hat das Entscheidungsgremium des Programms Interreg Großregion bei ihrer Sitzung in der saarländischen Staatskanzlei beschlossen.

Der dritte Projektaufruf im Rahmen des Förderprogramms Interreg Großregion richtete sich besonders an kleine zivilgesellschaftliche Projekte, die den Bürgeraustausch in der Großregion fördern. Fazit der Sitzung: von 47 vorgestellten Projektanträgen, wurden 41 als förderfähig angesehen und haben damit eine Genehmigung erhalten, davon 15 unter Beteiligung saarländischer Akteure. Der Anteil der Fördersumme, die an saarländische Träger fließt, etwa Vereine und Schulen, beträgt rund 215.900 Euro.

Die Kleinprojekte bieten vor allem kleinen und vorwiegend ehrenamtlich getragenen Organisationen die Möglichkeit, beispielsweise in künstlerischen Treffen, Sportveranstaltungen, Schulprojekten, lokalen Umweltaktionen oder innovativen Bürgerinitiativen grenzüberschreitend zusammenzuarbeiten. Ermöglicht wird dies durch vereinfachte Förderbedingungen und eine umfangreiche Beratung und Begleitung bei der Antragstellung.

Die Themenvielfalt spiegelt sich auch in der Diversität der genehmigten Projekte wider, darunter eine deutsch-französische Fahrradgroßveranstaltung, ein Schüleraustausch im Bereich Elektrotechnik, eine gemeinsame Wanderung verbunden mit einem Padel-Turnier, Chor-Konzerte, die Entwicklung eines Audio-Walks und die Vertiefung der Künstlerkooperation.

Der Chef der Staatskanzlei und Europabevollmächtigte David Lindemann erklärt dazu: „Wieder einmal zeigen die Saarländerinnen und Saarländer, wie sehr ihnen die Großregion am Herzen liegt. Mit ihrem Engagement bringen sie wertvolle Impulse für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in unsere Region ein. Dabei entstehen viele spannende Projekte von und für die Menschen auf beiden Seiten der Grenze. Ich gratuliere den Projektträgern und bin gespannt auf die Ergebnisse!“

Am 7. September startet schon der nächste Projektaufruf dieser Förderperiode. Der Aufruf richtet sich erneut in erster Linie an Vereine, kleine Gemeinden, Genossenschaften, soziale Einrichtungen oder Einrichtungen aus Bildung und Kultur und andere lokale Akteure in der Großregion, die ein grenzüberschreitendes Projekt entwickeln möchten. Jedes Kleinprojekt, das eine Genehmigung erhält, wird zu 90 Prozent von Interreg Großregion finanziert, wobei die Förderung maximal 30.000 Euro beträgt. An einem Kleinprojekt müssen mindestens zwei Partner aus der Großregion (Luxemburg, Wallonien, Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens, Lothringen, Rheinland-Pfalz, Saarland) aus mindestens zwei unterschiedlichen EU-Mitgliedstaaten beteiligt sein. Die Antragsteller werden durchgehend kostenfrei beraten und begleitet.

Was ist Interreg?

Die „europäische territoriale Zusammenarbeit", im Allgemeinen „Interreg“ genannt, ist Bestandteil der Struktur- und Investitionspolitik der Europäischen Union. Seit mehr als 30 Jahren wird damit die Zusammenarbeit zwischen Akteuren in ganz Europa unterstützt, die das tägliche Leben der Bürgerinnen und Bürger positiv beeinflusst, zum Beispiel im Bereich Arbeitsmarkt, Verkehr, Bildung und Umweltschutz. Das Saarland beteiligt sich an den Programmen Interreg Großregion, Interreg Nordwesteuropa und Interreg Europe.

Hier finden Sie mehr Informationen zu Interreg im Allgemeinen. Weitere Informationen zu Interreg Großregion finden Sie hier.