HYLO Team Saar ist Deutscher Meister der Triathlon-Bundesliga

Leistungssport

Was für ein Saisonfinale am Maschsee: Das HYLO Team Saar hat sich in Hannover zum dritten Mal den Deutschen Meistertitel in der 1. Triathlon-Bundesliga gesichert. Nach den Meisterschaften 2021 und 2024 krönt das Team damit erneut eine herausragende Saison – und bewies gerade im entscheidenden Moment, dass auch schwierige personelle Voraussetzungen den Titelgewinn nicht verhindern können.

Mit vier Siegen aus den ersten vier Saisonrennen war das HYLO Team Saar mit einem komfortablen Vorsprung von zwölf Punkten in das Finale am Maschsee gegangen. Die Ausgangslage war dennoch klar: Sollte der direkte Verfolger aus Süßen das Rennen gewinnen, musste das Saar-Team mindestens Rang zwölf in der Tageswertung erreichen, um die Meisterschaft sicher nach Hause zu bringen.

Eine Aufgabe, die auf dem Papier lösbar erschien – in der Realität aber einiges an taktischem Geschick erforderte.
Denn auch beim Saisonfinale hatte Teamleiter Marc Trautmann mit erheblichen Personal-problemen zu kämpfen. Seine Athleten waren über die gesamte Saison hinweg durch zahl-reiche internationale Einsätze gefordert. In den nächsten Wochen stehen wichtige WTCS-Rennen, die U23-Weltmeisterschaft und die Weltmeisterschaft über die Ironman-70.3-Dis-tanz im Renn-Kalender der einzelnen Team-Mitglieder. Hinzu kommen Verletzungen, die einen Einsatz einzelner Athleten unmöglich machen.

Daher musste bis zuletzt taktiert werden. Letztlich konnten lediglich vier statt der vorgesehenen fünf Athleten gemeldet werden – nur so war ein Start des Teams überhaupt möglich. Gleichzeitig war eine Entscheidung von Beginn an unumstößlich: Die Gesundheit der Athleten steht über dem sportlichen Ergebnis. Deshalb war bereits vor dem Rennen klar, dass Chris Ziehmer zwar an der Startlinie stehen, den abschließenden Lauf aber nicht absolvieren würde. Ein DNF und damit eine hohe Platzziffer mussten somit einkalkuliert werden.

Neben Ziehmer gingen Luca Fahrenson, Emil Holm und Sebastian Ziekman für das HYLO Team Saar ins Rennen. Und bereits vom ersten Meter an setzte das Quartett die taktischen Vorgaben für das Tagesziel konsequent um.
Fahrenson erwischte einen starken Wettkampftag und überquerte die Ziellinie auf Platz vier. Emil Holm folgte auf Rang neun, Sebastian Ziekman komplettierte mit Platz 20 das Ergebnis. Chris Ziehmer nahm wie geplant den abschließenden Lauf nicht in Angriff. Trotz des daraus resultierenden DNF mit der Platzziffer 75 reichte die geschlossene Leistung der Mannschaft zu Platz sieben in der Tageswertung. Den Sieg bei diesem finalen Wettkampf sicherte sich das Metallart Team AST Süßen von DSW12 Darmstadt und dem Team Tri-Post Trier.

Damit war die Rechnung aufgegangen. Das HYLO Team Saar verteidigte seinen Vorsprung aus den ersten vier Rennen souverän und brachte die Meisterschaft trotz der schwierigen personellen Voraussetzungen sicher ins Ziel.
„Wir wussten, dass wir heute nicht in Bestbesetzung antreten können. Deshalb ging es für uns vor allem darum, taktisch klug zu agieren und den vorhandenen Vorsprung zu verteidigen. Die Jungs haben das vom Schwimmstart an perfekt umgesetzt“, resümiert Teamleiter Marc Trautmann. „Dass wir unter diesen Bedin-gungen Deutscher Meister werden, macht diesen Titel für uns ganz besonders.

Gleichzeitig war für uns immer klar: Die Gesundheit unserer Athleten steht über allem.“

Der dritte Meistertitel nach 2021 und 2024 ist damit der verdiente Lohn für eine außergewöhnliche Saison. Vier Siege in den ersten vier Rennen, zwölf Punkte Vorsprung vor dem Finale und schließlich Platz sieben im entscheidenden Rennen am Maschsee – das HYLO Team Saar hat seine Titelambitionen nicht nur angekündigt, sondern über die gesamte Saison eindrucksvoll bestätigt.