Um den organisierten Sport gezielt zu unterstützen, wurde auf Initiative des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) e. V. ein aktualisierter Musterhitzeschutzplan erarbeitet.
Dr. Tim Meyer, Leiter des Instituts für Sport- und Präventivmedizin der Universität des Saarlandes, mahnt:
"Extrembelastungen im Sport bei hochsommerlicher Hitze sind eine hohe Belastung für den Körper und können hitzebedingte Erkrankungen auslösen. Als geringstes Problem kommen Hitzekrämpfe vor, aber es kann auch ein Hitzekollaps auftreten, bei langer und intensiver Belastung unter Sonneneinstrahlung auch schwerere Erkrankungen wie Hitzschläge. Nicht zu vergessen sind allerdings auch unmittelbare Sonneneinwirkungen wie Hautverbrennungen und die damit verbundene und oft unterschätzte Gefahr von Hautkrebs.“
Als Aufsichtsratsvorsitzender des LSVS begrüßt der Mediziner aus Saarbrücken den vom DOSB aufgelegten Musterhitzeschutzplan als Wegweiser für den organisierten Sport.
Der „Musterhitzeschutzplan für den organisierten Sport“ wurde im Rahmen des Hitzeaktionstags am 4. Juni 2025 als Bundesempfehlung veröffentlicht. Hier beantworten wir die wichtigsten Fragen - und räumen mit gängigen Mythen auf.
26. SaarSport Impuls thematisierte "Hitze beim Sport - Schutz und Leistungsfähigkeit"
Auch der SaarSport-Impuls „Hitze beim Sport – Strategien für Schutz und Leistungsfähigkeit“ beschäftigte sich mit den zunehmenden Auswirkungen extremer Temperaturen auf den Vereins- und Wettkampfsport. Referent Edgar Schwarz vermittelte praxisnahe Strategien, wie Vereine Trainings- und Wettkampfbedingungen an Hitze anpassen und gleichzeitig Gesundheit sowie Leistungsfähigkeit der Sportlerinnen und Sportler schützen können. Im Fokus standen konkrete Hitzeschutzmaßnahmen, angepasste Belastungssteuerung sowie Handlungsempfehlungen für Trainerteams und Vereinsverantwortliche. Die Teilnehmenden erhielten wertvolle Impulse für eine moderne und klimabewusste Vereinsarbeit, um den Saar-Sport langfristig hitzeresilient aufzustellen.
Hintergrund:
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählt Sporttreibende zu den besonders gefährdeten Risikogruppen, wenn es um klimabedingte Gesundheitsgefahren geht. Mit zunehmender Hitze, häufigeren Extremwetterereignissen und steigenden Temperaturen stehen auch Sportvereine vor der Herausforderung, Trainings- und Wettkampfbetrieb entsprechend anzupassen. Genau hier setzt der aktualisierte Musterhitzeschutzplan an: Er bietet praxistaugliche, niedrigschwellige Empfehlungen zum Schutz der Gesundheit aller Beteiligten.
Die Grundlage dafür bildet die erste Version des Plans aus dem Jahr 2024, entwickelt von der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) e. V., der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, der Sozialbehörde Hamburg, dem Hamburger Sportbund (HSB), dem Hamburger SV und dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). Anlässlich des Hitzeaktionstages 2025 wurde dieser in die Struktur der offiziellen Musterhitzeschutzpläne des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) überführt.
Der Musterhitzeschutzplan versteht sich als dynamisches Instrument und kann je nach regionalen Gegebenheiten, Sportarten oder Altersgruppen angepasst und weiterentwickelt werden. Auch für Zuschauerinnen, Ehrenamtliche und Offizielle - etwa Schieds- oder Kampfrichterinnen - werden Schutzmaßnahmen empfohlen.

