"Flamme der Hoffnung" begeistert beim Pure Steel+ SaarSport Tag 2026

SPORTCAMPUS SAAR, LSVS

Beim zweiten Fackellauf vor den Nationalen Spielen 2026 von Special Olympics im Saarland wurde die „Flamme der Hoffnung“ im Regionalverband Saarbrücken der breiten Öffentlichkeit präsentiert – bei Bilderbuch-Wetter kam überall beste Stimmung auf.

Feierlaune und Vorfreude im Regionalverband: Fackelläufe sorgen von Forbach bis Saarbrücken für Begeisterung

Der zweite Fackellauf im Vorfeld der Nationalen Spiele von Special Olympics 2026 im Saarland ging am vergangenen Samstag, den 6. Juni 2026 im Regionalverband Saarbrücken über die Bühne, wo bei bestem Wetter an mehreren Schauplätzen stimmungsvoll und bildgewaltig die große Vorfreude auf das inklusive Großereignis der weltweit größten Sportbewegung für Menschen mit geistiger Behinderung in Deutschland zum Ausdruck gebracht, weiter geweckt und transportiert wurde. Vom 15. bis 20. Juni 2026 absolvieren über 4000 Special Olympics-Athletinnen und -Athleten sowie deren „Unified Partner“ in 27 Sportarten im ganzen Saarland ihre Wettkämpfe. Diese finden auf alle fünf saarländischen Landkreise und den Regionalverband verteilt statt – und stellen sich zum ersten Mal überhaupt grenzübergreifend dar, denn die Schwimmwettkämpfe werden im französischen Forbach ausgetragen.

Stimmungsvoller Startschuss mit Musik und bester Laune im französischen Forbach

In Forbach, am dortigen „conservatoire de musique et de danse“, einer staatlichen Bildungseinrichtung für Musik und Tanz, begann der zweite Fackellauf-Tag im sanften Schein der Morgensonne mit viel Musik, Trommelwirbeln, rhythmischem Klatschen und Gesang. Nicht nur den vielen Fackelläufern in ihren weiß gehaltenen Shirts stand die Freude ins Gesicht geschrieben, die rund 100 Gäste im Innenhof des Konservatoriums, darunter Torsten Lang, Staatssekretär im saarländischen Innenministerium, und der saarländische Special Olympics-Präsident Alexander Indermark als Vertreter der Gastgeber, strahlten mit der Sonne um die Wette. Sie präsentierten feierlich die in der Replik einer saarländischen Grubenlampe transportierte „Flamme der Hoffnung“ im Beisein der lokalen französischen Vertreter – ehe der Fackellauf mit einer Tour um den imposanten Forbacher Schlossberg herum begann.

Vorbei am Lycée Jean Moulin, durch die Forbacher Fußgängerzone hin zum Bouleplatz des Sportvereins US Forbach bahnte sich der von Trommelwirbeln begleitete Fackel-Tross bei bester Stimmung und unter mehrfachem Wechsel der Fackelträger den Weg hin zum Zielpunkt „piscine Olympique de Forbach“, dem Olympischen Schwimmbad als Schauplatz der Wettkämpfe bei den Nationalen Spielen. Dort brachte Jean-Claude Hehn, der Präsident der „Communauté d’Agglomération de Forbach“, in seiner Begrüßung seinen großen Dank für den Zuschlag als Wettkampfstätte und die dahingehend breite Unterstützung zum Ausdruck. Vor gut einem Jahr habe ihn Saar-Innenminister Reinhold Jost mit der Idee einer grenzübergreifenden Durchführung kontaktiert, ohne Zögern habe der Gemeindeverband Forbach dem Vorhaben seine Unterstützung zugesagt. „Es ist eine große Ehre für uns, an diesem Großereignis unser saarländischen und deutschen Freunde mitzuwirken“, unterstrich Hehn und verwies auf den „bedeutenden inklusiven Charakter des Sports“. Mit den Wettkämpfen in Forbach, wo etwa 500 Schwimmerinnen und Schwimmer antreten, werde „ein neues, besonderes Kapitel in der Geschichte unseres Olympischen Schwimmbads“ geschrieben, betonte Hehn, unter anderem im Beisein seines Hauptgeschäftsführers Jacques Koenig und Schwimmbadleiter Laurent Slavik.

Großer Bahnhof in Kleinblittersdorf – „Dabeisein ist Saarland“ und „Dabeisein ist alles“

Nach dem stimmungsvollen Auftakt in Forbach wurde der Fackellauf im Regionalverband auf saarländischem Boden fortgesetzt. Der feierlichen Entzündung der Flamme der Hoffnung an der Auersmacher Kalksteingrube folgte ein stimmungsvoller Empfang vor dem Rathaus in Kleinblittersdorf, wo hunderte Besucher bei bestem Wetter und ausgelassener Stimmung im Beisein lokaler Sporthelden wie Ex-Fußballnationalspieler Jonas Hector und Profi-Boxer Jürgen Doberstein den Fackellauf-Tag und das bevorstehende Großereignis zelebrierten. Innenminister Jost verwies auf die besonderen Eigenschaften der Saarländerinnen und Saarländer an sich und deren herausragende Gastgeberqualitäten in Erwartung der um die 14.000 bei den Nationalen Spielen Akkreditierten und von über 100.000 Zuschauern. „Wir sind zwar das kleinste Bundesland, aber wir haben das größte Herz und wollen genau das als Gastgeber bei der größten Sportveranstaltung in der Geschichte des Saarlandes zeigen“, unterstrich Jost.

Die Nationalen Spiele seien „nicht zuletzt eine Frage der Haltung: Wir werden nie wieder zulassen, dass Menschen aussortiert werden, weil sie anders, weil sie besonders sind“, betonte der Innenminister. Er freue sich auf das Mega-Event, lobte die breite Unterstützung auf dem Weg „zu unserem saarländischen Sommermärchen“, wie Jost ausführte – und wünschte allen Sportlerinnen und Sportlern für die Spiele Glück und Erfolg. Gleiches taten unter anderem Kleinblittersdorfs Bürgermeister Rainer Lang und Klaus Posselt von der Lebenshilfe Obere Saar, während vor ihnen auf dem Rednerpult die Grubenlampe mit der Flamme der Hoffnung ihr sanftes Licht spendete. Bildungs-Staatssekretärin Jessica Heide unterstrich: „Der Fackellauf mit den Unified-Teams war ein wunderbares Zeichen für die Inklusion.“ Sie sei begeistert vom Spirit, der im Vorfeld der Spiele von den Fackelläufen ausgehe. „Es ist wichtig, dass wir all diese Freude und den besonderen Geist, der davon ausgeht, weitertragen – und vor allem auch nachhaltig adaptieren“. Das große ehrenamtliche Engagement, gerade auch das Engagement der saarländischen Schulen und Bildungseinrichtungen, sei im Hinblick auf die Spiele im Saarland und deren Erfolg geradezu unbezahlbar – getreu dem Motto der Gastgeber-Kampagne: „Dabeisein ist Saarland.“ Dieses wurde in Kleinblittersdorf kurzerhand umgewandelt: Aus dem Ausspruch „Dabeisein ist Kleinblittersdorf“ entsprang aus dem Publikum heraus bei der Interaktion mit der gut gelaunten Moderatorin spontan die Formel „Dabeisein ist alles“ – und dieses Olympische Motto kann man ob des großen Mehrwerts durch einen Besuch der Spiele wohl nur allen Saarländerinnen und Saarländern ans Herz legen.

Flamme der Hoffnung trifft Weltkulturerbe: Völklinger Fackellauf sorgt für Begeisterung

Einiges los war beim Fackellauf im Regionalverband an einem für die saarländische Geschichte und Identität ganz bedeutenden Ort: Am Weltkulturerbe „Völklinger Hütte“ herrscht am frühen Nachmittag ein reges und buntes Treiben. Wie bei allen Stationen des Tages werden beim Startpunkt zum Fackellauf auf dem Völklinger Platz etliche Gruppen- und Erinnerungsfotos geschossen – und ein „Saarbrücker Fußballgott“ war vor allem für die vielen Kinder und Jugendlichen vor Ort ein besonders begehrtes Motiv. Manuel Zeitz, Rekordspieler der Fußballer des 1. FC Saarbrücken, ließ es sich als gebürtiger Völklinger nicht nehmen, dem Lauf der Fackel durch die Heimat zu folgen. „Ich bin sehr froh, dass so viele Ehrenamtliche und Vereine aus dem Raum Völklingen hier am Start sind – das ist einfach nur schön, wenn eine Veranstaltung auf diese Weise gefeiert wird“, betonte „Manu“ Zeitz, der auch nach seinem just erfolgten Karriereende für alle FCS-Fans immer nur deren „Fußballgott“ bleiben wird. Er werde auf jeden Fall bei den Spielen vor Ort sein und sich einige Sportwettkämpfe anschauen – nicht nur die Fußballwettbewerbe, die unter anderem in seinem „Wohnzimmer“ Ludwigspark stattfinden. Den stimmungsvollen und bunten Vorlauf in Völklingen wertete Zeitz als „sehr gelungen“, während er sich mit den Kindern und Jugendlichen der Völklinger Fußballvereine SV Geislautern und SV Röchling sowie dem Handballnachwuchs der HSG Völklingen ablichten ließ. „Als Integrationsstadt gilt für uns sowieso: Ob behindert oder nicht, Dabeisein ist Völklingen – und Völklingen kann mehr“, unterstrich derweil Oberbürgermeister Stephan Tautz. Danach startete der Tross mit den Fackelträgern der Lebenshilfe Völklingen unter den musikalischen Klängen der Völklinger „Marching Band“ zu seinem Lauf im Zeichen der „Flame of Hope“.

Am Nachmittag sorgten bei den Sportschützen Riegelsberg die Nachwuchs-Bogenschützen Ida und Etienne für den Höhepunkt, indem sie mit Pfeil und Bogen spektakulär und bildgewaltig ein großes Special Olympics-Feuer entzündeten. Die knapp 200 Gäste vor Ort im „Lampennest“, wie die Riegelsberger Schützen ihr Heimatterrain nennen, reagierten mit tosendem Applaus auf die symbolische Entzündung der Flamme, die daraufhin von den zahlreichen Fackelträgern überwacht auf ihren Weg durch die Umgebung im Köllertal bis hin zum Ziel an der Scheune Neuhaus geleitet wurde.

Feierlicher Abschluss des Fackellauf-Tags beim PureSteel+ SaarSportTag beim LSVS  

Zum Abschluss des Fackellauf-Programms im Regionalverband stand am späten Nachmittag der SPORTCAMPUS SAAR in Saarbrücken im Blickpunkt, wo sich der jährliche PureSteel+ SaarSportTag des Landessportverbands für das Saarland (LSVS) in vollem Gang befand und erneut tausende Besucher zur „Wiege des Saarsports“ lockte. Vor allem Familien säumten das Gelände, wo auf nur wenigen Quadratmetern die ganze Vielfalt der saarländischen Sportlandschaft für Jung und Alt zu entdecken und zu erleben war. Um die 50 Mitmach-Angebote animierten speziell Kinder und Jugendliche zu sportlicher Aktivität. Die Sportfachverbände unter dem Dach des LSVS erfreuten sich einer großen Nachfrage unter den vielen Gästen am SPORTCAMPUS SAAR. Am Abend begrüßte Johannes Kopkow, LSVS-Vorstand Sport & Vermarktung, im Leichtathletik-Stadion die vielen Gäste vor Ort, darunter alle Bürgermeister und Oberbürgermeister im Regionalverband.

Dort wurden auch zwei Begleitprojekte der ersten Nationalen Spiele von Special Olympics im Saarland näher vorgestellt: Das Kinderbuch „Emma springt: Eine Geschichte über große Sprünge und kleine Wunder“, federführend umgesetzt von Anja Tuckermann und Ibrahima Ndiaye. Es erzählt die Geschichte eines jungen Mädchens mit Down-Syndrom vor einem großen Sportwettbewerb. Ein großes Abenteuer, das Kindern das Thema Inklusion auf kindgerechte besondere Weise nahebringt. Emma sei „ein lebensfrohes Mädchen, das trotz ihrer Behinderung Power und Lust hat und das auch zeigt“, skizzierte Co-Autor Ndiaye den Ansatz des Kinderbuchs, das ab sofort unter anderem im Online-Shop des LSVS zu erwerben ist. „Man kann mit dem Thema Inklusion gar nicht früh genug anfangen. Ich bin sehr glücklich, dass diese Idee so toll funktioniert hat“, zeigte sich Saar-Innenminister Reinhold Jost begeistert. Zudem wurden am Abend auf dem SPORTCAMPUS SAAR die Gewinner des Wettbewerbs „inklusive Vereinspaten“ des saarländischen Innenministeriums veröffentlicht, die mit ihren inklusiven Projekten aufgewartet hatten: Die Basketballer vom „Royals Nachwuchs Saar e.V.“, der Tennisclub Schwarz-Weiß Merzig, die DJK Saarlouis-Roden, der TSV Ford Steinrausch Fraulautern aus Saarlouis und das Tenniszentrum DJK Sulzbachtal dürfen sich demnach über jeweils 5.000 Euro Fördergeld freuen. Peter Selzer von der PSD-Bank L(i)ebensWert als Förderer schlechthin des Kinderbuch-Projekts betonte, wie sehr ihm Letzteres am Herzen liege. Minister Jost unterstrich derweil die entscheidende Rolle aller Förderer im Zusammenhang mit den Nationalen Spielen 2026 im Saarland. Er nannte unter anderem die Nachhaltigkeit bei den Sportstätten als wichtigen Punkt, warum sich der Aufwand, die Spiele ins Saarland zu holen, allein anhand der in die Sportinfrastruktur in Saarbrücken investierten Millionenbeträge bereits gelohnt habe. Anhand seiner persönlichen Erlebnisse und Erfahrungen bei den Fackelläufen im Regionalverband stehe für ihn fest: „Wir erleben hier den Beginn des saarländischen Sommermärchens“, unterstrich Jost – und ist mit Blick auf die nächsten Tage überzeugt: „Großartiges wird hier entstehen.“

Der nächste Fackellauf fand tags darauf am 7. Juni im Landkreis Neunkirchen statt. Am 11. Juni steht der Fackellauf im Landkreis Saarlouis an, am 12. Juni im Landkreis St. Wendel und am 13. Juni im Saarpfalz-Kreis. Die Fackelläufe münden in den Höhepunkt des Hinführungszeremoniells am 15. Juni in Saarbrücken, wenn im Ludwigsparkstadion die Eröffnungsfeier der ersten Nationalen Spiele von Special Olympics im Saarland steigt.