Fackellauf begeistert im Landkreis Neunkirchen für die Special Olympics

LSVS

Beim dritten Fackellauf vor den Nationalen Spielen 2026 von Special Olympics im Saarland wurde die „Flamme der Hoffnung“ im Landkreis Neunkirchen der Öffentlichkeit präsentiert – bestes Wetter, beste Stimmung und riesige Vorfreude prägten die Szenerie überall im Landkreis.

 

Von Dirmingen über Illingen bis Ottweiler: Im Kreis Neunkirchen ist die Special Olympics-Vorfreude bereits riesig

Rhythmischer Trommelwirbel durchdringt am Sonntagvormittag des 7. Juni 2026 zum Auftakt des dritten Fackellaufs vor den Nationalen Spielen von Special Olympics im Saarland die Umgebung rund um die Rothenbergschule in Dirmingen. Auf dem Weg hinauf zur Schule, die seit 1974 als Standort für Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung dient, werden die Schläge der Trommelformation „Samba Total“ aus Marpingen mit jedem Schritt lauter – ehe sich am Ziel angekommen ein stimmungsvolles und buntes Gesamtbild vieler gut gelaunter Menschen bei der ersten Station des Fackellaufs im Landkreis Neunkirchen offenbart. Frank Klein, der Ortsvorsteher des Ortsteils der Gemeinde Eppelborn, stellt in seiner Begrüßung die vier Protagonisten des Dirminger Fackellaufs vor: Tamea, Luca, David und Linus steht die Vorfreude ins Gesicht geschrieben, ehe sich die vier Rothenberg-Schüler nach Fackelübergabe, die unter dem tosendem Applaus der vielen Gäste vor Ort erfolgt, im Tross mit der „Flamme der Hoffnung“ auf den Weg nach unten machen. 

Die symbolträchtige Flamme, die in Anlehnung an die saarländische Historie und Identität in einer Replik einer Grubenlampe transportiert wird, gerät auf ihrem Parcours durch Dirmingen ins Blickfeld zahlreicher Einwohner, die sich vor ihren Häusern oder am Straßenrand aufgestellt haben, um der stimmungsvollen Szenerie beizuwohnen. Was Saar-Innenminister Reinhold Jost eben noch vor dem hochgelegenen Schulgebäude kundgetan hat, gilt somit auch auf dem Weg der Flamme zum Feuerwehrfest der Freiwilligen Feuerwehr Eppelborn im Löschbezirk Dirmingen: „Schön, dass ihr alle diese tolle Veranstaltung mit 4500 Athletinnen und Athleten aus ganz Deutschland und über einem Dutzend ausländischer Delegationen so engagiert unterstützt“, waren des Ministers Worte. Seine Aufforderung lautete nicht nur an diesem Tag: „Lasst uns die Spiele zu unserem gemeinsamen saarländischen Sommermärchen machen“ – und dieser Aufforderung folgten sie in der Gemeinde Eppelborn ohne Zögern, wie Bürgermeister Andreas Feld in seiner Begrüßung untermauert: „Dabeisein ist Saarland lautet das Motto der Gastgeber-Kampagne – und dieses Motto drückt es einfach nur perfekt aus, denn wir gehören alle mit dazu zu diesem großartigen Ereignis, das uns jetzt bevorsteht.“ Er sei „sehr stolz, dass hier im Ortsteil der Gemeinde Eppelborn einer der Fackelläufe stattfindet – auf einen tollen Tag in Dirmingen“, gibt er den vielen Gästen mit – und nicht nur bei der Dirminger Feuerwehr, auch bei den folgenden Stationen wurde es tatsächlich ein toller Tag im Zeichen des vorfreudigen Miteinanders. 

Ein herausragendes Fest der Inklusion, für gesellschaftlichen Zusammenhalt und Vielfalt

Den Weg der Fackel vom Berg hinab begleiten die ehemaligen Bergleute Matthias und Alfons vom Saarknappenchor sichtlich stolz. Und auch Tamea, die den Transport der Grubenlampe über weite Strecken selbst in die Hand genommen hat, bestätigt bei der Zielankunft auf dem Feuerwehrfest, dass es ihr „sehr gut gefallen“ habe. Sie sei vorher durchaus ein wenig aufgeregt gewesen – doch das ließ sich das junge Mädchen überhaupt nicht anmerken, ebenso wenig ihre drei Mitschüler und männlichen Fackelträger. Mit jenem Mut, den auch die vielen Special-Sportlerinnen und -Sportler bei den Nationalen Spielen im ganzen Saarland mit ihrer Teilnahme am Wettkampf demonstrieren, wusste Tamea diese persönliche Herausforderung zu meistern. Auf dem Gelände der Dirminger Feuerwehr betont Innen-Staatssekretär Torsten Lang, die Nationalen Spiele seien in ihrer übergeordneten Bedeutung weitaus mehr als „das größte Sportereignis, das es jemals im Saarland gegeben hat“. Sie seien „ein herausragendes Fest der Inklusion, ein tolles Fest der Gemeinschaft, des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der Vielfalt“, betont Lang und bringt seinen Appell zum Ausdruck, sich dieses einmalige Ereignis überall im Saarland auf gar keinen Fall entgehen zu lassen. Ein Besuch der Wettkämpfe oder der Spiele an sich halte für jeden Einzelnen besondere persönliche Erfahrungen und Erkenntnisse bereit, unterstreicht derweil Minister Jost – durch „diese besonderen Menschen, die unsere Gesellschaft bereichern, sie vielfältig und bunt machen“, wie er ergänzt.

Er sei „unfassbar stolz und froh, Teil dieser Gemeinschaft zu sein“, die nach den Fackelläufen in den fünf Landkreisen und dem Regionalverband durch ihr Zutun aus dem tatsächlichen Ereignis vom 15. bis 20. Juni 2026 ebenfalls eine tolle Erfolgsgeschichte machen werde, so Jost. Die Feuerwehr trage da genauso wie die Polizei, das Deutsche Rote Kreuz und überhaupt alle Ehrenamtlichen im Saarland ihren wertvollen Teil zur bestmöglichen Umsetzung der Spiele bei. Auf dem Feuerwehrfest ist es nicht zuletzt die Musikformation „Saitenklang“, die im Quartett zur ausgelassenen Stimmung unter den gut 300 Gästen vor Ort im Löschbezirk Dirmingen beiträgt. Eine tolle Atmosphäre stellt sich daraufhin auch bei der nächsten Station im Landkreis ein. Rund um die Burg Kerpen in Illingen trägt dazu am Nachmittag ebenfalls eine Musikformation bei. Das Trio der Coverband „Jestan“ heizt dem Publikum auf dem herausragend gut besuchten Burgpark-Gelände mächtig ein mit Klassikern aus Rock und Pop. Illingens Bürgermeister Andreas Hübgen zeigt sich von der Resonanz begeistert, dankt seinen Mitstreitern aus den anderen Ortsteilen für ihren Einsatz und nicht zuletzt den Fackelträgern vor Ort. 

„Heute ist der Tag, der aus uns Gewinner macht“: Voller Vorfreude gen Nationalen Spiele 

Mit Lars Schumacher aus Uchtelfangen ist ein äußerst erfolgreicher Athlet der ⁠Special Olympics aus dem Saarland mit dabei. Er hat bei Nationalen Spielen bereits Goldmedaillen gewonnen, ist im Speerwerfen und weiteren Leichtathletik- sowie Wintersportdisziplinen aktiv – und nicht zuletzt als Special Olympics-Botschafter für das Saarland. Wo auf der Bühne im Burgpark das inklusive Musik-Duo Alina & Tim in ihrem Song „Gewinner“ anstimmt: „Heute ist der Tag, der aus uns Gewinner macht“ – so hat Lars solche Tage schon häufiger erlebt. Und bei den ersten Nationalen Spielen im Saarland werden ihm etliche folgen und sich genau diese Worte an den sechs besonderen Tagen vom 15. bis 20. Juni überall in unserem Bundesland selbst zu Herzen nehmen. Zu den Gewinnern zählt sich die Gemeinde Illingen allein deshalb, weil sie während der Spiele eine große internationale Delegation aus Ungarn bei sich zu Gast haben wird. Mit 30 Athletinnen und Athleten sowie acht Betreuern wird es sogar die größte aller internationalen Delegationen auf Saarlandbesuch sein. „Wir sind sehr gespannt und freuen uns sehr auf den Besuch aus Ungarn“, betont Hübgen – und blickt stolz von der Bühne herunter in die große bunte Menschenmenge vor ihm: „Tolles Wetter, tolle Stimmung – einfach ein tolles Bild, ein toller Anblick.“ Dazu tragen die Schülerinnen und Schüler der Grundschulen Hüttigweiler und Illingen ebenso bei wie die der Illinger Kerpenschule als spezieller Fördereinrichtung. Sie hatten für den Fackellauf kreative Varianten der Olympischen Ringe gebastelt, die durch entsprechende Motive auch die von Innen-Staatssekretär Torsten Lang verwendeten Begrifflichkeiten im Zusammenhang mit den Fackelläufen aufnahmen und transportierten: „Die Fackel der Hoffnung steht für Menschlichkeit, Offenheit, Herzlichkeit und Zusammenhalt – und das zeichnet gleichermaßen die Nationalen Spiele an sich aus“, betont Lang unter breiter Zustimmung des Publikums. 

Ob in Illingen oder Ottweiler: Sport verbindet im Landkreis und über Landesgrenzen hinaus

„Der Sport verbindet Menschen auf der ganzen Welt“, unterstreicht Innenminister Jost und verweist auf die aufwändigen Vorbereitungen und Vorkehrungen der vergangenen Monate, um das anstehende Großereignis, mit „Wettkämpfen in 27 Sportarten an 23 Sportstätten“, einem großen Rahmenprogramm und vielem mehr entsprechend auf die Beine zu stellen. „Ein großes Herz“ und die „Tatsache, dass wir verdammt gute Gastgeber sein können“ seien „zwei Dinge, die uns im Saarland besonders ausmachen“, betont Jost – ehe der Fackellauf rund um die Burg mit zahlreichen Teilnehmern gestartet wird. Später sorgen unter anderem die Illinger Cheerleader-Formationen von TGLC für beste Unterhaltung und weiter gute Laune unter den gut 500 Besuchern an der Burg Kerpen.