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30.07.2020

Alte Handballhalle soll Neubau weichen


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Einstimmiger Beschluss des LSVS-Präsidiums - Europaweite Architektenausschreibung eingeleitet.

Ein ganz zentraler Punkt im Arbeitspensum des seit September 2018 amtierenden Präsidiums des Landessportverbandes für das Saarland (LSVS) waren Vorbereitung und Beauftragung der Erneuerung der Hallen 40 bis 45 auf dem Gelände der Hermann Neuberger-Sportschule - im Mittelpunkt dabei der Neubau der Handballhalle. Unter Federführung von Vize-Präsident Gottfried Hares wurden die notwendigen Schritte eingeleitet. Den Beschluss zur europaweiten Architektenausschreibung fasste das Präsidium unter Leitung von Adrian Zöhler in einer Videokonferenz am 8. Juli 2020. Die Kernaussage: Der LSVS investiert in den Sport und verbessert die Infrastruktur an der Landessportschule - allen Unkenrufen zum Trotze. Der akribischen Vorgehensweise der Arbeitsgruppe ist es zu verdanken, dass ein Masterplan mit der Maßgabe aufgestellt wurde, dass eine Renovierung und Sanierung des Hallenkomplexes insbesondere aus Kostengesichtspunkten keinen Sinn macht. Gottfried Hares: „Die einzig sinnvolle Alternative ist der Neubau einer modernen, funktionalen doppelgeschossigen Sporthalle.“ Dieser von Hares ausführlich erläuterte Erkenntnisgewinn überzeugte das Gremium, das daraufhin einstimmig den nächsten Schritt, den Anstoß zur Architektenausschreibung, freigab.

Ernüchternde Bewertung der aktuellen Situation

Mit den Worten „Das war ein dickes Brett, dem wir uns mit viel Engagement und Ehrgeiz angenommen haben“ ging Hares in seiner Präsentation detailliert auf die Situation der Hallen 40 - 45 ein, die zum Teil in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts erbaut worden waren. Demnach gab es bereits vor der noch andauernden Finanzkrise des LSVS Pläne, diese Gebäude zu sanieren. Die dafür vorgesehenen Finanzmittel wurden jedoch anderweitig verplant. Das Resultat der Bewertung der Gebäude war ernüchternd: Die Turnhalle und die Nebengebäude (Hallen 40 sowie 41 - 43) sind in einem denkbar schlechten baulichen und technischen Zustand. Gleiches gilt für die sog. Bogenhalle und deren Nebengebäude (44/45). Zudem steht das gesamte Ensemble unter Denkmalschutz. In zahlreichen Besprechungen, Ortsterminen und Sondierungsgesprächen mit den Nutzern der Gebäude und Verantwortlichen des Denkmalamtes sowie nach dem Studium der vorhandenen baulichen Unterlagen und nach erfolgter Ausschreibung beschloss das Präsidium, das Architektenbüro Freese mit der Erstellung eines Masterplans zu beauftragen: Zusammenstellen der Bestandspläne, Katasterpläne und Höhenpläne; Einarbeitung in die Anforderungen, die die Verbände an die Hallen stellen; Aufriss des Raumprogramms; Einschätzung des Bestandes inkl. einer kritischen Wertung jeweils in Abstimmung mit den Anforderungen des Denkmalschutzes. Im weiteren Verlauf beinhaltete der Auftrag das Erstellen von planerischen Lösungsansätzen, eine Kostenschätzung inkl. Nebenkosten und Abriss, das Aufzeigen der weiteren Planungsschritte sowie schließlich die Prüfung, ob andere Standorte auf dem Gelände in Frage kämen. Erste Ergebnisse der umfangreichen Recherchenarbeiten waren vor etwas mehr als einem Jahr die Basis dafür, die Planung voranzutreiben. Die wichtigsten Erkenntnisse der Prüfungen: Halle 40 ohne Heizung und Lüftung; Schäden u.a. durch Feuchtigkeit; die Halle 42 genügt nicht mehr den Anforderungen eines Leistungssportzentrums; auch hier fehlt eine Be- und Entlüftung, insgesamt wurde ein erheblicher Sanierungsaufwand festgestellt. „Ein weiter so, war den Sportlerinnen und Sportlern und ihrem Umfeld nicht mehr zuzumuten“, so Hares.

Nach den Untersuchungen: Auftrag für Neubau einer Doppelgeschoss-Halle

Nach Sichtung des Für und Wider, nach Prüfung möglicher Alternativen unter Berücksichtigung der Erfordernisse eines heutigen Sportbetriebs und nach ersten Berechnungen der Investitions- und Betriebskosten sowie der Überprüfung auf Barrierefreiheit wurde folgende zielorientierte Vorgehensweise favorisiert: Abriss der Handballhalle und Neubau einer leistungsfähigen, doppelgeschossigen Halle für Turnen, Handball und weitere Sportarten im Obergeschoss inkl. zeitgemäßer Infrastruktur. Ausschlaggebend für den Bau einer zweigeschossigen Sporthalle war die Feststellung, dass diese Lösung kostengünstiger würde als der Bau von zwei Sporthallen zumal für zwei Hallen auf dem Gelände kein adäquater Platz vorhanden ist. Während der ca. zweijährigen Bauzeit der neuen Sporthalle können bis auf Handball alle bisherigen Einrichtungen weiter genutzt werden. Die Gesamtkosten inkl. Nebenkosten in Höhe von ca. elf Millionen Euro sind im Zusammenhang mit dem im Mai 2019 gewährten Kredit sowie Zuschüssen der Sportplanungskommission vorhanden. „Da die Finanzierung gesichert ist, kann es also losgehen.“ Damit übergibt Gottfried Hares alles Weitere den neuen Verantwortlichen an der Spitze des Verbandes.

 


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