Demokratie-Coach

Das Fortbildungskonzept „Demokratie-Coach“ gibt Anregungen und Impulse, was Demokratie und Teilhabe im Sportverein bedeuten können und erweitert Handlungskompetenzen für deren Umsetzung. Die Teilnehmer/innen lernen, sensibler mit Themen wie Diskriminierung und (Alltags-) Rassismus umzugehen und welche verschiedenen Handlungsmöglichkeiten es im Umgang mit Menschen aus verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen oder Kulturen gibt. Aus neuen Blickwinkeln eröffnen sich neue Perspektiven und damit ein Gewinn in allen Lebensbereichen. Die ausgebildeten Teilnehmer werden mit einem offiziellen Zertifikat ausgezeichnet und in der Praxis als Demokratie-Coaches für verschiedene Maßnahmen eingesetzt.

Zielgruppe: Das Fortbildungskonzept „Demokratie-Coach“ richtet sich an alle freiwillig Engagierten. Es eignet sich für Übungsleiter/innen, Betreuer/innen und Funktionär/innen ebenso wie für Interessierte, die mit heterogenen Gruppen im Sportverein trainieren, spielen, wegfahren und feiern.

Durchführungsorte: Die Ausbildungen finden dezentral und zeitlich flexibel statt.

Kosten: Die Teilnahme an den einzelnen Modulen ist kostenlos.

Leitung: Die Gesamtleitung der Weiterbildung übernimmt Anabell Westrich (Koordinatorin). Zu den einzelnen Veranstaltungen werden themenspezifisch fachkompetente externe Referenten eingeladen.

Teilnehmerzahl: Max. 15 Teilnehmer

Anmeldung/Bewerbung: Interessierte können sich per Mail an a.westrich@lsvs.de wenden. 

Gliederung: Das Fortbildungskonzept „Demokratie-Coach“ umfasst insgesamt 30 LE (Lerneinheiten zu je 45 Minuten). Dabei ist einerseits eine Unterteilung in primäre Inhalte und sekundäre Fähigkeiten im Verhältnis 80:20 (24 zu 6 LE) vorgesehen. Andererseits ist die inhaltliche Qualifizierung in einen Grundlagen- (4 LE) und Vertiefungsbereich (20 LE) gegliedert.

Beschreibung der Module: Einführungskurs „Schau hin!“: Dieser Workshop mit Umfang von 4 LE bietet Interessierten einen ersten Einblick in die Thematik bzw. wie diese auf die Welt der Sportvereine wirkt. Qualifizierte Referenten versuchen auch unter zu Hilfenahme von Spielformen gemeinsam mit Vereinsmitgliedern zu entdecken, an welchen Stellen Teilhabe im Sport einen Anschub braucht bzw. was ihr im Wege stehen kann. Der Kurs wird in vollem Umfang auf den Erwerb des „Demokratie-Coaches“ im Grundlagenbereich angerechnet.

Hospitationen: Die Arbeit mit qualifizierten Referenten, sei es im Rahmen von Beratungsgesprächen bei Vereinen oder auch der Durchführung von Qualifizierungen, ist ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung. Nur so können ehrenamtliche Helfer inhaltliche Schwerpunkte und vor allem den Umgang mit diesen erlernen. Welche Situationen erwarten mich, wenn ich das Thema im Verein anspreche? Wer kann mir helfen? Wo finde ich Möglichkeiten zum inhaltlichen Austausch mit Gleichgesinnten? Der Umfang der Hospitationen ist flexibel und kann mit den Referenten abgesprochen werden. Zum Erwerb des „Demokratie-Coaches“ müssen insgesamt 12 LE aus den Hospitationen in den Vertiefungsbereich eingebracht werden.

Coach-to-Coach: Bei dem Modul „Coach-to-Coach“ handelt es sich um eine Form des Netzwerktreffens, bei dem erfahrene Referenten und Interessierte Neueinsteiger, die den Grundlagenbereich abgeschlossen haben, inhaltliche Schwerpunkte und gemachte Erfahrungen diskutieren. Es handelt sich um eine ganztägige Veranstaltung (8 LE), die auch den regelmäßigen Austausch der Coaches initiieren soll.Der Abschluss dieses Moduls ist für den Erwerb des „Demokratie-Coaches“ vollumfänglich verpflichtend.

Digitales Büro: Dieses Modul soll die sekundären Fähigkeiten der ehrenamtlichen Helfer stärken, um unter anderem auch die eigene Arbeitskraft/Freizeit zu schonen. Zeiteffizientes Arbeiten durch Nutzung digitaler Angebote im Vereinsalltag, Kommunikation mit der Verbandsebene sowie Gleichgesinnten und die flexible Nutzung sozialer Medien stehen im Vordergrund. Das Modul umfasst 3 LE und ist Bestandteil der Ausbildung zum „Demokratie-Coach“.

„Tu Gutes – und sprich modern darüber!“: Ein erfolgreiches Projekt ist eine tolle Sache. Noch besser aber, wenn andere sich darüber informieren können. Vorbilder funktionieren nur, wenn sie auch bekannt sind! Daher widmet sich dieser Workshop dem Thema, wie mit den unter „Digitales Büro“ erworbenen Kenntnissen nun in den sozialen Medien auf die Belange der Projektarbeit  bzw. das bisher Erreichte aufmerksam gemacht werden kann. Gezeigt werden nicht nur Grundlagen aus den sozialen Medien, sondern auch Prinzipien der Öffentlichkeitsarbeit insgesamt. Welche Zielgruppe will ich erreichen? Welches Medium passt am besten? Wie gehe ich vor (Redaktionsplan)? Das Modul umfasst 3 LE und ist Bestandteil der Ausbildung zum „Demokratie-Coach“.

Ansprechpartner ZdT

Koordinatorin
Anabell Westrich
Hermann-Neuberger-Sportschule 4
66123 Saarbrücken
0681/3879-282

zusammenhalt-durch-teilhabe.de