Motive für ein ehrenamtliches Engagement

„Warum soll ich mir das antun?“ Diese Frage stellen sich nicht wenige, wenn sie für ein Ehrenamt angesprochen werden. Die Motive bzw. die Motivation für ein ehrenamtliches Engagement sind vielseitig, und von Person zu Person verschieden. Dabei kommt es auch auf das Alter der jeweiligen Person an, aber auch auf den beruflichen und persönlichen Hintergrund.

Um neue Ehrenamtliche zu finden und vor allem um diese zu binden, ist es für die Verantwortlichen im Verein besonders wichtig zu wissen: „Warum soll sich der denn nun bei uns engagieren?“. Bei Kenntnis der persönlichen Motive, kann diese Person ganz gezielt umworben und angesprochen werden. Auch zeigt sich dadurch vielleicht schon ein mögliches Einsatzfeld. Ein Beispiel: Ehemalige Athleten wollen dem Verein und den Mitglieder wieder etwas zurückgeben - z.B. ihre persönlichen Erfahrungen und Kenntnisse als Trainer oder Übungsleiter.

Motive können vielfältig sein

Allen voran, und dies gilt für alle die sich in einem Verein engagieren, muss die Tätigkeit und das Ehrenamt Spaß machen. Ein wesentlicher Einflussfaktor darauf ist die im Verein herrschende Vereinskultur, die Kommunikation und der Umgang miteinander. Achten Sie demnach darauf, dass die Voraussetzungen hierzu immer gegeben sind. Sicherlich gibt es im Vereinsalltag auch die ein oder andere Situatione bzw. Aufgaben, die gemacht werden muss und keinen großen Spaßfaktor hat. Diese sollten aber zeitlich überschaubar und somit zum Aushalten sein, aber keineswegs ein Dauerzustand werden.

Leidenschaft, Spaß, Mitwirken und sich selbst verwirklichen - ein Beispiel:

Motivation im Wandel

Auch die Motive für ein ehrenamtliches Engagement haben sich über die letzten Jahrzehnte und Generationen gewandelt. War das Ehrenamt früher charakterisiert, durch das selbstlose, traditionsorientierte und gewohnheitsmäßige Handeln der Vereinsmitglieder, so geht es heute und morgen um zeitlich befristete, sinnorientierte und selbstbestimmbare Tätigkeiten.

Für jüngere Engagierte ist die Motivation für ein Engagement zunehmend mit einer Gegenleistung verknüpft. Diese muss nicht monetär sein, sondern kann sich insbesondere in der persönlichen und fachlichen Weiterbildung und Qualifizierung widerspiegeln. Auch das frühere Aufopfern für den Verein wird zunehmend weniger vorkommen: Sind junge Engagierte dauerhaft demotiviert, so ist für sie die Hemmschwelle alles „hinzuwerfen“ nicht mehr groß.

Tipp

Hören Sie also immer einmal wieder bei Ihren Mitarbeitern, Funktionären, Übungsleitern und Helfern nach deren Befinden und deren Zufriedenheit nach.

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