
Nach dem Gewinn des „Großen Stern des Sports in Bronze“ bei der ortsansässigen Volksbank ist der 450 Mitglieder starke Club „Treffpunkt statt Brennpunkt“ jetzt auch beim Landesentscheid als Sieger hervorgegangen. Innerhalb von zwei Jahren schaffte es der Verein, das ihm überlassene Gebäude eines nicht mehr genutzten Einkaufsmarktes zu einer Sportstätte umzubauen. Gleichzeitig funktionierten die Mitglieder einen alten Raum zum Clubheim um, in dem es z.B. auch Computer mit Internetanschluß und Drucker gibt. Somit kann Kindern und Jugendlichen der verschiedensteten Nationen eine sportliche und außersportliche Perspektive geboten werden.
Die Auszeichnung ist mit 2500 Euro dotiert und zugleich die Eintrittskarte für die nächste Runde im Wettbewerb. Als frisch gekürter Saarlandsieger ist der Gewinner des „Großen Stern des Sports in Silber“ automatisch für die Verleihung der „Sterne des Sports in Gold“ auf Bundesebene qualifiziert und wird das Saarland im Februar 2011 in Berlin vertreten. Bundespräsident Christian Wulff wird dort im Rahmen eines Festaktes im Haus der DZ Bank am Pariser Platz die Preisübergabe vornehmen.
René Spandauw, Coach der Saarlouiser Royals und „Pate“ der Aktion der Volksbanken und des LSVS – er musste zwar am Abend mit seinen Mädels noch im Europacup gegen den französischen Erstligisten Arras antreten, - warb eindringlich für die „Sterne“: „Das soziale Engagement ist super. Dank an alle Ehrenamtlichen.“ Er hatte den Wettbewerb im Saarland wieder tatkräftig unterstützt.
Sein Versprechen: „Ich mache als Pate weiter.“ Als Dank erhielt er von Rüdiger Daub von der Volksbank Saarlouis einen Essensgutschein. Auch die Volksbanken als Träger der bundesweiten Breitensport-Initiative haben ihren Vertrag mit dem DOS bis 2014 verlängert.
Das freute auch LSVS-Vizepräsident Werner Zimmer im Gespräch mit Moderator Thomas Wollscheid (SR). Es gelte, nicht nur die Spitze, sondern auch die Breite zu pflegen und insbesondere das soziale Element zur berücksichtigen, verwies Zimmer auf die bisherigen guten Treffer der Jury. In den letzten beiden Jahren stellten mit dem TV Altstadt und dem PSV Saarbrücken, Abt. Tanzen, jeweils saarländische Vereine den Bundessieger.
Platz zwei belegte der FC 1919 Walhausen. Mit seinem Projekt „Integration Fußballmannschaft behinderte und nicht behinderte Kinder im Alter von 5 bis 14 Jahren, sicherte er sich einen „Kleinen Stern des Sports in Silber“ und ein Preisgeld in Höhe von 1500 Euro.
Den dritten Platz erreichte der 1. FC Lautenbach 1928. Für sein Projekt „Engagement und kontinuierliches Investitionen in die Jugendarbeit als existenzsichernde Grundlage unseres Sportvereins“ erhielt er einen „Kleinen Stern des Sports in Silber“ verbunden mit einem Preisgeld in Höhe von 1 000 Euro.
Auch bei diesem Wettbewerb gibt es keine Verlierer. Über jeweils 100 Euro als Viertplatzierte freuten sich der 1. Boxclub Homburg (Projekt: Sport als Mittel zur Integration von Kindern und Jugendlichen), die DLRG OG Püttlingen (Projekt: Kindergarten-Tag), der LC Schmelz (Projekt: Behindertensportteam Leidinger) und der TV 1977 Aschbach (Projekt: Dance4fun).
Insgesamt wurden weit über 20.000 Euro Preisgelder für die „Sterne 2010“ auf verschiedensten Ebenen ausgeschüttet. Initiiert durch den Deutschen Olympischen Sportbund und die Volksbanken und Raiffeisenbanken werden die „Sterne des Sports“ bereits seit 2004 vergeben.
Inzwischen hat sich der Wettbewerb zu einem gesellschaftspolitischen Event entwickelt, dessen alljährlicher Höhepunkt die Auszeichnung der „Sterne des Sports“ in Gold ist. Das ganze Saarland ist gespannt, welchen Platz der Judoclub Folsterhöhe in Berlin erreichen wird.
Zum dritten Mal in Folge hat das Saarland in diesem Jahr den Wettbewerb landesweit über die Volksbanken ausgeschrieben, um somit nicht nur auf kommunaler Ebene, sondern auch auf Landesebene das gesellschaftliche Engagement glaubwürdig zu fördern. Mittlerweile haben auch weitere Bundesländer „das saarländische Modell“ übernommen.
Bei den Sternen des Sports geht es nicht um sportliche Höchstleistungen, sondern um kreative und innovative Projekte, diese werden in 10 verschiedene Bereiche (z.B. Gesundheit/Prävention, Integration, Kinder und Jugend oder Ehrenamtsförderung) eingeteilt. So hat jeder Verein die Möglichkeit für sich zu entscheiden, wo er den Schwerpunkt seines gesellschaftlichen Engagements setzt und sich bewirbt.
Dank der guten Zusammenarbeit mit den LSVS und der Unterstützung der Medien haben auch 2010 viele Sportvereine ihre Bewerbung bei der ortsansässigen Volksbank abgegeben. René Spandauw, der Trainer der TV Saarlouis Royals, hat den Wettbewerb auch dieses Jahr als Botschafter im Saarland wieder tatkräftig unterstützt.
Schon im Oktober wurden die sieben Sieger auf Ebene der ortsansässigen Volksbanken ausgewählt und gingen als stolze Besitzer eines „Großen Stern des Sports in Bronze“ ins Rennen auf Saarland-Ebene. Dort hat sich eine prominent besetzte Jury mit Vertretern aus Sport, Politik, Medien und Volksbanken die Arbeit nicht leicht gemacht und die Auswahl unter größter Sorgfalt getroffen.
Weitere Informationen zum Wettbewerb gibt es unter www.sterne-des-sports.de oder bei den Volksbanken im Saarland.
Bildergalerie Preisverleihung 2010